Das Buch Wie lange noch – Inhalt

„Anna, verhütest du eigentlich?“„Nö, du?“ „Wie, du verhütest nicht?!“ „Ja.“ „Wie ja, du verhütest also nicht?“ „Sagte ich bereits.“ „Ja, und was heißt das?“ „Was soll das schon heißen, du Schlauberger? Ich verhüte nicht, du verhütest nicht. Haben wir wohl ein kleines Verhütungs-Problem.Die letzten Sommerferien vor dem Abi: Felix träumt von der großen Liebe und dem echten, aufregenden Leben. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Seine große Liebe Nadja hat ihn mit dem besten Freund betrogen, er glaubt “Glatzen-Anna” geschwängert zu haben, mit den anderen Kumpel hängt er an der Parkbank ab, wo alle nur trinken, kiffen und dumme Sprüche klopfen. Im Grunde geht es immer bloß darum, hart zu sein und nicht alleine zu bleiben, denn sonst überlebt man nicht auf den Straßen, die von Hölzenbein und seinen Schlägern kontrolliert werden. Felix will um jeden Preis raus. Aber wohin? Und wie?Wie lange nochFelix fühlt sich wie im falschen Film: Er kommt von Nadja nicht los, aber seine Freunde wollen nichts hören von seinem Kummer. Genau wie seine gutbürgerlichen Eltern, die nichts vom Krieg der Unterschicht gegen die Mittelschicht wissen wollen, der in der Stadt tobt.Felix erweist sich als letzter Romantiker und Moralist: Mit klarem Blick und viel schwarzem Humor erzählt er von seiner archaischen Jungswelt, in der man sich mit falschen Mädchen auf Mutters Lieblings-Sofa tröstet, auf verheerenden Partys abstürzt, zu viele Joints raucht und oft das Gefühl hat, in einer Zeitschleife zu stecken.Felix spricht aus, was die anderen bloß denken, beweist dabei großen Witz und viel Selbstironie. Aber irgendwann reicht es ihm – und er zieht radikale Konsequenzen.

Autor: Rainer Schmidt
Datum: Monday, 7. April 2008 17:47
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